Häufige Fragen

Warum tragt ihr die kurzen Lederhosen auch im Winter?

Weil wir es können. Das Wichtigste ist, dass der Oberkörper und die Füße gut gewärmt sind - unter der Kluft kann man dabei so viele Kleidungsschichten anziehen, wie man möchte. Die Beine sind in der Kälte nicht so wichtig. Außerdem sind wir meistens in Bewegung oder an einem Lagerfeuer. Man muss sich also nicht davor fürchten, dass einem die Knie einfrieren. Es gibt auch noch die Möglichkeit Kniebundhosen zu tragen.

Warum tragt ihr eine Kluft?

Die Kluft ist eine Art Arbeitskleidung. Sie ist zweckmäßig, robust und darf dreckig werden. Außerdem sorgt sie dafür, dass in unserer Jugendarbeit Stil, Marken und Vermögensunterschiede keine Rolle spielen. In der Anfangszeit oder bei finanziellen Engpässen stellen wir gerne Kluft oder Kluftteile zur Verfügung.

Warum heißt ihr Kreuzritter?

Die Pfadfinderarbeit ist von Gründung an mit dem Ideal der Ritterlichkeit verbunden. Dabei geht es nicht um Schwerter schwingen, reiten und Burgen erobern sondern um Dienst für die Anderen, Tapferkeit und Verantwortung. Das Symbol unseres christlichen Glaubens ist das Kreuz. Beides verbindet sich zum Namen Kreuzritter. Wir ziehen nicht nach Jerusalem und schlachten auch keine „Ungläubigen“ ab, aber wir sind bereit mit Tapferkeit und Verantwortung die Nächstenliebe zu leben. Darum der Name Kreuzritter.

Darf man bei euch auch kein Christ sein?

Unsere Pfadfinderarbeit ist von christlichen Werten und vom christlichen Glauben geprägt. Wer sich darauf einlassen kann, ist bei uns eingeladen – unabhängig von seinem Glauben.

Warum habt ihr so ein kompliziertes System?

Die verschiedenen Altersstufen, Klein- und Großgruppen, Stände und Ränge sind für Außenstehende schwer zu durchschauen. Dieser Rahmen ist für uns aber sehr wichtig. Im Wechselspiel zwischen Klein- und Großgruppe wird soziales Verhalten geschult, die persönliche Entwicklung wird mit den Ständen gefördert und nicht zu Letzt dient dieser Rahmen auch der effizienten Organisation.

Seid ihr paramilitärisch?

Nein. Wir haben weder Umgang mit Waffen, noch üben wir militärische Manöver. Im Gegenteil dient die Pfadfinderarbeit der Völkerverständigung. Dadurch, dass wir Menschen aus anderen Ländern kennen lernen und uns mit ihnen anfreunden, wollen wir Abschottung, Fremdenfeindlichkeit und schlussendlich auch Krieg überwinden.

Seid ihr politisch?

Wir sind nicht parteipolitisch. Aber die freiheitlich demokratische Grundordnung der Bundesrepublik ist für uns sehr wichtig. Teil unserer Arbeit ist, dass wir das politische System der Bundesrepublik erklären. Außerdem wollen wir den Pfadfinder und Pfadfinderinnen helfen, zu selbstständigen, in der Gesellschaft engagierten Menschen heranzuwachsen. In diesem Sinne sind wir politisch.